M. Geiger, Gallienus

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Michael Geiger, Gallienus, Frankfurt am Main, 2013.

Éditeur : Peter Lang
433 pages
ISBN : 978-3-631-64534-5
€ 67.20

Gallienus herrschte auf dem Gipfel der «Krise des 3. Jahrhunderts». Eine Gesamtdarstellung aller Aspekte seiner Herrschaft stellt ein Desiderat der Forschung dar. Der Autor untersucht dies unter Auswertung v. a. literarischer, numismatischer und epigraphischer Quellen. Zu umstrittenen chronologischen Fragen wird Stellung genommen. Unter Gallienus kam es zu wichtigen Weichenstellungen im militärisch-administrativen Bereich sowie auf dem Gebiet der Herrschaftsdarstellung. Dieser Kaiser ließ viele originelle Münztypen prägen und glich sich dabei verschiedenen Gottheiten an. Das Christentum erfuhr unter Gallienus erstmals offizielle Anerkennung. Somit hatte Gallienus an einem wichtigen Punkt der Römischen Geschichte eine Verbindungsfunktion inne.

Michael Geiger, geboren in Landshut, Studium der Alten Geschichte, der Neueren und Neuesten Geschichte und der Katholischen Theologie an der Ludwig- Maximilians-Universität München; Abschluss Magister Artium 2007; Promotion an der Universität Augsburg 2012.

Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Quellen

2.1 Literarische Quellen
2.1.1 Literarische Quellen aus dem 3. Jahrhundert
2.1.1.1 „Res Gestae Divi Saporis“
2.1.1.2 Dionysios von Alexandria
2.1.1.3 Plotin
2.1.1.4 13. Sibyllinisches Orakel
2.1.1.5 Dexippos
2.1.1.6 Porphyrios
2.1.1.7 Verlorene Werke
2.1.1.8 Panegyrici Latini
2.1.2 Literarische Quellen aus dem 4. und 5. Jahrhundert
2.1.2.1 Eusebios von Caesarea
2.1.2.2 Laktanz
2.1.2.3 Die Enmannsche Kaisergeschichte (EKG)
2.1.2.4 Aurelius Victor
2.1.2.5 Kaiser Julian
2.1.2.6 Eutrop
2.1.2.7 Festus
2.1.2.8 Hieronymus
2.1.2.9 Nicomachus Flavianus senior
2.1.2.10 Ammianus Marcellinus
2.1.2.11 „Chronica Minora“
2.1.2.12 Historia Augusta
2.1.2.12.1 Aufbau
2.1.2.12.2 Autor und Entstehungszeit
2.1.2.12.3 Ziele des Autors
2.1.2.12.4 Gallienus
2.1.2.12.5 Quellen
2.1.2.13 Pseudo–Aurelius Victor / Epitome de Caesaribus
2.1.2.14 Orosius
2.1.3 Literarische Quellen ab dem sechsten Jahrhundert
2.1.3.1 Zosimos
2.1.3.2 Jordanes / Cassiodor
2.1.3.3 Petros Patrikios / „Anonymus post Dionem“
2.1.3.4 Johannes Malalas
2.1.3.5 Johannes Antiochenos
2.1.3.6 Georg Synkellos
2.1.3.7 Suda
2.1.3.8 Leo Grammatikos und Georg Kedrenos
2.1.3.9 Johannes Zonaras
2.1.3.10 Synopsis Sathas
2.1.4 Zusammenfassung
2.2 Epigraphische Quellen
2.3 Papyrologische Quellen
2.4 Numismatische Quellen
2.5 Archäologische Quellen
2.5.1 Das Grabmal des Gallienus
2.5.2 Sonstige
3 Die Familie des Gallienus und der Hof
3.1 Die Familie des Vaters P. Licinius Valerianus: Die Licinii
3.2 Der Herkunftsort des Gallienus
3.3 Die Familie der Mutter Mariniana: Die Egnatii
3.4 Gallienus vor dem Jahr 253
3.5 Die Ehefrau: Die Augusta Iulia Cornelia Salonina
3.5.1 Das Geburtsjahr
3.5.2 Die Herkunft der Salonina
3.6 Die Söhne des Gallienus: Valerian II., Saloninus und Marinianus
3.7 Der Halbbruder des Gallienus: Licinius Valerianus
3.8 Der Hof
4 Ereignisgeschichte
4.1 Der Herrschaftsantritt von Valerian I. und Gallienus
4.2 Das Datum der jährlichen Erneuerung der tribunicia potestas
4.3 Gallienus an der Donau (254 bis 256)
4.4 Gallienus in Rom und am Rhein (256/7 bis 260)
4.5 Die Ereignisse im Osten nach der Gefangennahme Valerians I
4.5.1 Die Gefangennahme Valerians I. und der Einfall der Perser nach Syrien und Kleinasien
4.5.2 Der Rückzug der Perser und das erste Auftreten des Odaenathus
4.5.3 Die Auswirkungen des persischen Plünderungszuges
4.6 Die Auseinandersetzung mit den Usurpatoren Ingenuus und Regalianus (260/1)
4.6.1 Die literarischen Quellen
4.6.2 Möglicher Zeitpunkt des Aufstandes
4.6.3 Ingenuus
4.6.4 Regalianus
4.6.5 Zusammenfassung
4.7 Die Plünderzüge von Alamannen und Iuthungen (260/1)
4.7.1 Die literarischen Quellen
4.7.2 Die „Augsburger Siegesinschrift“
4.7.3 Chronologie
4.7.4 Die Rolle Raetias
4.7.5 Zusammenfassung
4.8 Das Kaisertum von Macrianus jun. und Quietus
4.8.1 Die Kaiserausrufung
4.8.2 Der Zug gegen Gallienus und die Niederlage
4.8.3 Das Ende des Quietus
4.9 Die Ereignisse in Aegyptus nach dem Untergang der Macriani
4.9.1 Aemilianus
4.9.2 Memor
4.10 Der Aufstieg des Odaenathus
4.10.1 Die formale Machtstellung
4.10.2 Probleme mit römischen Amtsinhabern
4.10.3 Die Beruhigung der Lage an der Ostgrenze
4.10.4 Die Ermordung des Odaenathus
4.10.5 Fazit zur Lage im Osten nach der Gefangennahme Valerians I.
4.11 Die Ereignisse in den Donauprovinzen und am Schwarzen Meer nach dem Sieg über die Macriani
4.11.1 Der Goteneinfall um 262 und innere Auseinandersetzungen um Byzantion
4.11.2 Der eventuelle gotische Angriff auf Heraclea Pontica ca. 266/7
4.11.3 Der Angriff der herulischen Koalition 267/8
4.11.4 Zusammenfassung
4.12 Bericht über Sklavenunruhen auf Sizilien
4.13 Postumus
4.13.1 Die literarischen Quellen
4.13.2 Postumus gegen Silvanus und Saloninus
4.13.3 Der Grenzverlauf zwischen Gallienus und Postumus
4.13.4 Die Auseinandersetzung im Spiegel der Münzen
4.13.5 Die Postumuskriege
4.13.5.1 Die literarischen Quellen
4.13.5.2 Postumuskrieg 261/2
4.13.5.3 Postumuskrieg 266/7
4.13.6 Die Verschlechterung der Beziehungen zu den hohen Offizieren
4.13.7 Zusammenfassung
4.14 Der Verrat des Aureolus, die Belagerung von Mediolanum und die Ermordung des Gallienus
4.14.1 Das Kommando des Aureolus an der Westgrenze während der Herulerkämpfe
4.14.2 Die Quellen
4.14.3 Mögliche Gründe für die Entscheidung des Aureolus
4.14.4 Die Belagerung von Mediolanum
4.14.5 Die Anführer der Verschwörung gegen Gallienus
4.14.6 Das Vorgehen der Verschwörer
4.14.7 Ereignisse nach dem Tod des Gallienus
4.14.8 Das Datum des Umsturzes
4.14.9 Die Grabstätte des Gallienus
4.14.10 Tod der Augusta Salonina?
4.14.11 Mögliche Gründe für den Umsturz
4.14.11.1 Kritik an der militärischen und politischen Schwerpunktsetzung?
4.14.11.2 Die Frage der Thronfolge
4.14.12 Zusammenfassung
5 Die Münzprägung
5.1 Die chronologische Reihenfolge der Münzemissionen
5.1.1 Die gemeinsame Herrschaft mit Valerian I. (253 bis 260)
5.1.1.1 Die Münzstätte Rom
5.1.1.2 Die Medaillone
5.1.1.3 Die Darstellung der Söhne
5.1.1.4 Die übrigen Münzstätten
5.1.2 Die Alleinherrschaft
5.1.2.1 260 bis 262: Dominanz von militärischen Motiven
5.1.2.1.1 Münzstätte Mediolanum: Die Legionsantoniniane
5.1.2.1.2 Münzstätte Rom (Emission 260/1)
5.1.2.2 Die Dezennalien im September 262
5.1.2.2.1 Die Schilderung der Historia Augusta
5.1.2.2.2 Münzprägung und Inschriften anlässlich der Dezennalien in Rom und Mediolanum
5.1.2.3 263 bis 265/6: Größere Berücksichtigung von Friedensmotiven
5.1.2.3.1 Die Münzstätten Siscia, Antiochia und Mediolanum
5.1.2.4 Die Münzstätte Rom
5.1.2.5 Der Konsulatsantritt des Jahres 266
5.1.2.6 Die letzten Emissionen 266/8: Rückkehr des Militärischen und die Unterstützung der Götter
5.1.2.7 Fazit zu den Münzstätten
5.2 Gallienus und Sol
5.2.1 Die Entwicklung vor Gallienus
5.2.2 Die Entwicklung unter Gallienus
5.3 Zusammenfassung
6 Die Entwicklung des Kaiserporträts unter Gallienus
6.1 Die Entwicklung des Kaiserporträts im dritten Jahrhundert vor Gallienus
6.2 Der Porträttyp 1
6.3 Der Porträttyp 2
6.4 Der Porträttyp 3
6.5 Die Physiognomie des Gallienus auf den Münzen
7 Das Philhellenentum des Gallienus
7.1 Der Aufenthalt des Kaisers in Athen und Eleusis
7.2 Die Ährenkranzmünzen mit der Umschrift GALLIENAE AVGVSTAE
7.3 Die Darstellung des Interesses des Gallienus an griechischer Kultur und Bildung sowie seiner angeblichen Laster in der HA
7.4 Die Beziehungen des Kaisers zu Plotin
7.4.1 Quellen und Analyse
7.4.2 Die Beziehung Herrscher – Philosoph
7.4.3 Das ‚Platonopolis‘–Projekt
7.4.4 Politisches Interesse Plotins?
7.4.4.1 Stellen in den Enneaden mit eventuellem Bezug auf Gallienus' Herrschaftskonzeption
7.4.4.2 Der zum Himmel gerichtete Blick
7.4.4.3 Fazit
8 Die Aufhebung der Christenedikte
8.1 Die antichristlichen Gesetze von Valerian I. und Gallienus
8.1.1 Das erste Gesetz
8.1.2 Das zweite Gesetz
8.2 Die Aufhebung der antichristlichen Maßnahmen durch Gallienus
8.3 Argumente für eine neue formale Rechtslage der Christen
8.4 Mögliche Gründe für den Wandel in der Christenpolitik
8.5 Fazit
9 Die Augusta Salonina
9.1 Darstellung und Handlungsspielräume in den literarischen Quellen
9.2 Die Münzprägung vor dem Jahr 261
9.3 Die Münzprägung während der Alleinherrschaft
9.4 Die Inschriften
10 Wirtschaftliche Entwicklung und Preissteigerungen in der Zeit des Gallienus
10.1 Die „Krise des dritten Jahrhunderts“
10.2 Die Frage nach dem Zeitpunkt des Einsetzens der Preissteigerungen
10.2.1 Zeitgenössische Entwicklungen
10.2.2 Fiduziär charakterisiertes System
10.3 Zusammenfassung
11 Die Entwicklungen in Militär und Provinzverwaltung
11.1 Die Entwicklungen im Militär
11.1.1 Quellen
11.1.2 Die Entwicklung bis zur Mitte des dritten Jahrhunderts
11.1.3 Die Veränderungen unter Gallienus
11.1.3.1 Gallienus verbrachte viel Zeit bei seinen Truppen
11.1.3.2 Das Verschwinden der senatorischen Militärtribunen
11.1.3.3 Die Entwicklung des protector-Titels
11.1.3.3.1 Provinzübergreifende Sonderkommandos
11.1.3.4 „Mobile Eingreiftruppe”: eine echte Neuerung?
11.1.3.4.1 Quellen
11.1.3.4.2 Vorläufer
11.1.3.4.3 Veränderungen unter Gallienus und Bestandteile der mobilen Feldarmee
11.1.3.4.4 Fragen der Organisation
11.1.3.4.5 Kontext der Maßnahmen
11.1.3.5 Die Aufnahme von Germanen in das Römische Reich und das Heer
11.2 Entwicklungen bei den Ämtern in der Provinzverwaltung
11.2.1 Die kaiserlichen prätorischen Provinzen
11.2.2 Die kaiserlichen prokonsularen Provinzen
11.2.3 Fazit
11.3 Mögliche Gründe für die getroffenen Maßnahmen
11.3.1 Misstrauen gegenüber Senatoren
11.3.2 Wunsch nach höherer Professionalität
11.3.3 Sonstige vorstellbare Gründe
11.4 Zusammenfassung
12 Zusammenfassung
13 Quellen- und Literaturverzeichnis

13.1 Primärliteratur
13.1.1 Literarische Quellen
13.1.2 Epigraphische Quellen
13.1.3 Papyrologische Quellen
13.1.4 Numismatische Quellen
13.2 Sekundärliteratur
14 Abkürzungsverzeichnis
15 Personenindex
16 Münzbilder

 

Source : Peter Lang

 

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