A. Behrendt, Mit Zitaten kommunizieren. Untersuchungen zur Zitierweise in der Korrespondenz...

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Anja Behrendt, Mit Zitaten kommunizieren. Untersuchungen zur Zitierweise in der Korrespondenz des Marcus Tullius Cicero, Rahden, 2013.

Éditeur : VML Verlag Marie Leidorf
Collection : Litora Classica 6
382 pages
ISBN : 978-3-86757-476-1
49,80 €

This study investigates quoting and literary quotations in the letters of Marcus Tullius Cicero. It explores whether Cicero's correspondence reveals a method according to which he quoted from a wide range of Greek and Roman literature. To this purpose, concepts applied in intertextual studies are used. It is assumed that a concept of quotation cannot only focus on the quoted segment itself, but interprets the quotation as the result of certain processes of production and reception based on different cognitive operations. On this basis, a set of analytical devices for interpretation is developed. This is achieved by combining Stocker's concept of intertextual reading [disintegration, digression, reintegration] with Helbig's approach of intertextual markedness [unmarked, implicit, explicit, thematizing] originally developed for the disintegration phase and here transferred to the other phases. This makes Cicero's quoting actions visible. It turns out that Cicero's quoting followed no rigid procedure, but the letters reveal recurrent patterns. He used literary quotations as elements of communication strategies as described by Hall in both public an private letters and made free use of poetic borrowing.

Die Arbeit untersucht Zitierweise und literarische Zitate in Ciceros Briefen. Sie erforscht, ob seine Korrespondenz eine Methode erkennen läßt, nach der er aus einer Vielfalt griechischer und römischer Literatur zitierte. Dazu dienen Konzepte intertextueller Forschung. Es wird postuliert, daß der Zitatbegriff nicht nur das zitierte Textstück meint, sondern Ergebnis eines Produktionsprozesses und Rezeptionsprozesses ist, der auf kognitiven Operationen beruht. Auf dieser Grundlage werden analytische Werkzeuge zur Interpretation entwickelt. Dies geschieht unter Verbindung von Stockers Konzept der intertextuellen Lektüre [Desintegration, Digression, Reintegration] mit Helbigs Ansatz der Markierungen [Nichtimplizite, implizite, explizite und thematisierende Markierung], der für die Desintegrationsphase entwickelt wurde und hier auf die übrigen Phasen ausgeweitet wird. Dies macht Ciceros Zitierweise sichtbar. Es zeigt sich, daß sein Zitieren keiner starren Prozedur folgte, aber die Briefe wiederkehrende Muster aufweisen. Er verwendete literarische Zitate sowohl in öffentlichen als auch privaten Briefen als Teil von Kommunikationsstrategien nach Hall und machte freien Gebrauch von poetischen Anleihen.

 

Source : Site de l'éditeur

 

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