O. Nikitinski, Lateinische Musterprosa und Sprachpflege der Neuzeit

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Oleg Nikitinski, Lateinische Musterprosa und Sprachpflege der Neuzeit (17. – Anfang des 19. Jhs.). Ein Wörterbuch, Leyde, 2017.

Éditeur : Brill
266 pages
ISBN : 9789004334861
139 €

Während die lateinische Prosa der Renaissance-Autoren ansatzweise durch das Lexique de la prose latine de la Renaissance von René Hoven erschlossen ist, gab es bisher für die späteren Autoren noch kein Wörterbuch. Besonders fehlte eine stilistische Dokumentation. Eine genaue Dokumentation ist von epochengeschichtlichem Interesse und füllt nicht nur eine Lücke in der lateinischen Lexikographie, sondern bietet auch neues Material zum Vergleich mit dem Sprachgebrauch der Nationalsprachen.
Im vorliegenden Wörterbuch werden neue Wörter registriert, der Schwerpunkt liegt aber auf den neuen Bedeutungen des antiken Sprachguts. Als Ausgangspunkt wurden kultur- und speziell philologiegeschichtlich aufschlussreiche Texte lateinischer Musterprosa ausgewählt, d.h. Texte von Autoren, die im Hinblick auf die lateinische Sprachpflege als vorbildlich galten. Da diese Musterprosa-Autoren sich bemühten, möglichst antike (und dann meistens klassische) Wörter zu gebrauchen, werden in diesem Wörterbuch nur solche Wörter und Wortbedeutungen aufgenommen, die bis zum 7. Jh. n. Chr. nicht bezeugt sind.


While Renaissance Latin prose has been opened up by René Hoven in his ‘Lexique de la prose latine de la Renaissance', there has been no dictionary for the later authors. Especially a stylistic documentation was missing. An exact documentation is of epoch-historical interest and not only fills a gap in existing Latin lexicography, but also offers new material for comparison with how vernacular languages were used. In this dictionary, new words are registered, but the focus is on the new meanings of Classic Latin words. As a starting point, culturally and philologically significant texts of Latin prose , were selected, i.e. texts by authors who were regarded as exemplary. Since these authors tried to use as many as possible ancient (and then mostly classical) words, this dictionary contains only those words and word meanings, which are not attested until the 7th century AD.

Biographical note
Oleg Nikitinski (Moskau 1967-Münster 2015) wurde 1995 mit “Studien zum Vergangenheitsbezug bei Kallimachos” an der Universität Freiburg i. Br. promoviert. 1997 promovierte er an der Lomonossov-Universität Moskau zum zweiten Mal. Von 1995 bis 1998 arbeitete er als Lehrbeauftragter für römische Literatur an derselben Universität. 1998/99 war er Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität München, von 1999 bis 2000 Gastprofessor an der Humboldt-Universität Berlin, von 2000 bis 2001 Stipendiat am Thesaurus linguae Latinae in München und von 2001 bis 2003 Stipendiat der Fritz-Thyssen-Stiftung. Von 2003 bis 2008 erhielt er ein Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft zum Projekt “Latein als europäische Universalsprache im 17. und 18. Jh.”. Von 2008 bis 2010 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neulatein an der Ludwig-Maximilians-Universität München und von 2010 bis 2015 am Seminar für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit an der Westfälischen Wilhelms-Universität. 2012 hat er ein Kompendium zur Geschichte der Stadt Münster in lateinischer Sprache publiziert. Ebenfalls auf Latein verfasste er eine Verhandlung zur Kunstprosa des 17. und 18. Jahrhunderts und einen Kommentar zu Persius im Jahr 2002. Seit 2002 beschäftigte er sich insbesondere mit der lateinischen Prosa des 17. und 18. Jahrhunderts, eine Arbeit, die in vorliegendem Wörterbuch zur lateinischen Sprachpflege resultierte.

 

 

Source : Brill

 

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