Abbon de Fleury, Miscellanea de computo, de astronomia et de cosmographia

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Abbon de Fleury, Miscellanea de computo, de astronomia et de cosmographia secundum codicem Berolinensem Phill. 1833. Ediert von Alfred Lohr, mit einer historischen Einleitung von Barbara Obrist, Turnhout, 2019.

Éditeur : Brepols
Collection : Corpus Christianorum Continuatio Mediaevalis (CCCM 300)
LXXXV-201 pages
ISBN : 978-2-503-58476-8
210 €


Abbo von Fleury war einer der großen Gelehrten des 10. Jahrhunderts. Seine Sammlung zu Computus, Astronomie und Kosmologie hat in Auszügen und Neuzusammenstellungen große Verbreitung gefunden. Eine Handschrift, nämlich Berlin Phill. 1833, enthält die Sammlung jedoch besonders sorgfältig geschrieben und konsistent aufgebaut. Sie wurde um das Jahr 1000 oder wenig später, eventuell großteils noch zu Abbos Lebzeiten oder bald nach seinem Tod (1004) angefertigt. Sie gilt als die beste Zusammenstellung des Materials.

Abbos Sammlung lag bisher lediglich in einer kaum brauchbaren Edition in Mignes Patrologia Latina vor, die auf einer Edition des 16. Jahrhunderts basiert. Daneben existieren modernere Teileditionen kleinerer Abschnitte. Dass sich bisher niemand an eine Neuedition des Ganzen gewagt hat, liegt wohl an den teilweise recht komplexen Grafiken. Die vorliegende Edition geht hier neue Wege. Alle Tabellen werden mit dem Computer berechnet und mit der Handschrift verglichen. Die grafischen Darstellungen werden mit Hilfe von eigens geschriebenen Programmen als digitale Bilder generiert, die die Darstellungen in der Handschrift in Farbe, genau und maßstabsgerecht nachbilden.

Alfred Lohr studierte Philosophie, Theologie, Mathematik, Physik und semitische Sprachen in Rom, Würzburg und Bristol. Abschluss als Diplom-Mathematiker. Beruflich als Abteilungsleiter im Rechenzentrum der Universität Freiburg i.Br. und als IT-Manager in der Schweizer Industrie (Ciba-Geigy, Novartis, IBM) tätig. Nach Pensionierung Studium der lateinischen Philologie des Mittelalters in Freiburg, mit Promotion abgeschlossen. Er hat sich auf die Edition mittelalterlicher Computus-Schriften spezialisiert, von denen bereits mehrere gedruckt vorliegen: Gerland, Reinher von Paderborn, Magister Cunestabulus, Roger von Hereford, Robert Grosseteste (zusammen mit C.P.E. Nothaft).
Barbara Obrist holds a PhD degree in Art History from the University of Geneva and is Directeur de recherche émérite (Centre national de la recherche scientifique / Université Paris Diderot, Paris). She is a scholar of medieval history of science and philosophy and of scientific images, specializing in the history of alchemy and cosmology. She edited a collective volume on Abbo of Fleury's scientific and philosophical achievements (Abbon de Fleury : Philosophie, science et comput autour de l'an mil, Paris-Villejuif, 2004; 2006) and is co-editor (with Irene Caiazzo) of Guillaume de Conches: philosophie et science au XIIe siècle (Florence: 2011). Current work is focusing on volume II of La cosmologie médiévale, dealing, above all, with twelfth-century cosmology.

 

 

Source : Brepols

 

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